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Einmal um die Welt und zurück

Einmal um die Welt und zurück

>english below<
Unsere Weltcupsaison hat ein abruptes Ende genommen, aber so ging es nicht nur uns Buckelpistenfahrern sondern auf vielen anderen Athleten auf der ganzen Welt. Da wir uns derzeit in einer besondern Situation befinden und die meisten von uns Zuhause sein sollten möchte ich euch gerne einen kleinen Rückblick in meinen Winter geben.
Es fällt mir schwer für die abgelaufen Saison Worte zu finden. Wir waren in den USA, in Kanada, Japan, Kasachstan, Russland und in Schweden bevor es wieder nachhause ging. Schlussendlich nahm alles so ein schnelles Ende aber derzeit fühlt es sich gar nicht so schlecht an, alles wurde ein bisschen entschleunigt. Alles in allem kann ich sagen, ist meine Saison nicht wirklich so verlaufen wie geplant oder zumindest anfangs erhofft. Die Leistungen in den Trainings haben wie schon so oft Zuversicht gezeigt und ich konnte wieder zu dem Spaß und der Leichtigkeit zurückfinden die mir zwischendurch etwas abhanden gekommen war. Im Wettkampf ist es mir aber wieder schwer gefallen meine Leistungen vom Training umzusetzen, außer im Duals Wettkampf in Kasachstan, dort konnte ich mit einem 19. Platz meine bestes Ergebnis in der abgelaufenen Saison einfahren. Im Training haben wir uns immer vermehrt darauf fokussiert einzelne Teilbereiche zu trainieren und diese dann zusammenzustecken. Im Wettkampf erlegt man sich dann oft selbst einen Druck auf und will diese Einzelteile bestmöglich integrieren. Vor lauter Tunnelblick vergisst man dann aber oft die wichtigen Details und kämpft sich vom Start bis ins Ziel ohne wirklich dabei „mitgedacht“ zu haben … so geht’s zumindest mir.
Ich habe in den letzten Wochen und Monaten viel gelernt, für mich selbst hauptsächlich. Ich weiß mehr denn je wie viel harte Arbeit es benötigt um diesen Weg weiter bestreiten zu können und um für den Traum von Olympia 2022 zu kämpfen. Niemand hat gesagt, dass es einfach wird, aber harte Arbeit ist eine Voraussetzung dafür. Zwar hat die Saison ein schnelles unerwartetes Ende genommen und alle weiteren Rennen die ich nach der Weltcuptour noch gefahren wäre, wurden abgesagt. Ich bin nun erst einmal zuhause und erledige meine Aufgaben welche die letzten zweieinhalb Monate auf der Strecke geblieben sind. Oft wünscht man sich mehr Zeit um Dinge zu erledigen, jetzt haben wir sie ohne, dass etwas anderes davonläuft. Die Zeit steht sozusagen still. Für mich heißt das, dass vorerst keine weiteren Schneetrainings geplant sind aber der nächste Winter kommt bestimmt. So habe ich mein Sommertraining bereits gestartet.

Ich möchte mich bei allen Sponsoren für die Unterstützung herzlich bedanken welche es mir ermöglichen meinen Traum zu leben. Bei meinem kleinen aber feinen Team das immer zusammenhält und weiterarbeitet. Bei Dr. Jon, der uns für eine Woche begleitet hat und seinen Traum lebt indem er Athleten hilft ihre zu erreichen.
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The World Cup season ended abruptly, not just for us mogul skiers but also for many other athletes around the world. Since we are currently in a very special situation and most of us should be at home anyway, I would like to give you a little review of my winter.
It is difficult for me to find words for the past season. We were in the USA, Canada, Japan, Kazakhstan, Russia and Sweden before we went back home. Everything ended so quickly and it even doesn’t feel too bad, everything was slowed down a bit. All in all, I can say that my season didn’t really go as planned or at least hoped. As so often, the performance in the trainings showed my confidence and I was able to regain the fun and easiness that I had lost in between. In the competitions it was difficult for me to implement my performance from training, except in the dual competition in Kazakhstan, where I was able to achieve my best result in the past season with a 19th place. In training, we have increasingly focused on training individual parts and then put them together. In competition, you often put yourself under pressure and want to integrate these individual parts as best as possible. In your own tunnel view, you often forget the important details and only fight from top to bottom without really „thinking“ … at least that’s how I felt.
I’ve learned a lot in the past weeks and months, mostly for myself. I know more than ever how much hard work it takes to continue on this path and to fight for the dream of Olympia 2022. Nobody said it was going to be easy, but hard work is a requirement. The season has come to an unexpected quick end and all other races that I would have compete after the World Cup tour have been cancelled. For now I am at home and do my work which I had left behind for the past two and a half months. Often you want more time to get things done, now we have it without anything else running away. Time stands still, so use it. For me this means that I have no further snow training on plan but the next winter is definitely coming. That’s why I started my summer training already.

I would sincerely like to thank my sponsors for their support, allowing me to live my dream. My small but fine team that always holds together and continues to work. And specially Dr. Jon who joined us for a week in Deer Valley. He lives his dream by helping athletes reach theirs.

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