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Die ersten Rennen der Saison

Die ersten Rennen der Saison

Nachdem wir uns wie jedes Jahr im Herbst am Kitzsteinhorn gemeinsam mit anderen Nationen vorbereitet haben, waren die ersten Wettkämpfe der Saison 19/20 schon in Sichtweite. Aufgrund der warmen Temperaturen war es mir bis dahin nicht möglich auf einer kompletten Piste zu trainieren. Wir haben uns daher einfach auf das Springen konzentriert. Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an das Kitzsteinhorn und das gesamte Team für die tolle Unterstützung in dieser Situation und für den Trainingsplatz mit wohl dem meisten Schnee am ganzen Gletscher zu dieser Zeit. Nach zwei Wochen Training rückte der Abschied von Tageslicht und Sonnenschein immer näher.

Idre Fjäll (Schweden)

In Idre waren die ersten Wettkämpfe der Saison geplant. Kurz vor dem Weltcup Opening in Finnland sollten in Idre zwei FIS Rennen stattfinden. Für mich die erste Gelegenheit der Saison auf einer kompletten Wettkampfpiste zu trainieren. Nun hieß es die trainierten Einzelteile aus dem Herbst in einem ganzen Lauf zusammenzusetzen, funktioniert natürlich nicht immer gleich aber zumindest die Richtung stimmte und ich freute mich auf den ersten Wettkampf. Da es zu dieser Jahreszeit kaum Tages-/Sonnenlicht im Norden gibt haben wir mit der täglichen Dunkelheit und schwieriger Bodensicht das ganze Camp über gekämpft. Am ersten Wettkampftag standen wir nach dem Training den ganzen Tag über im Zielhang und warteten gespannt auf eine die Entscheidung ob man das Rennen noch durchführt oder nicht… Der Nebel hat es schlussendlich nicht ermöglicht ein Rennen an diesem Tag zu fahren. Geendet hat er Tag mit einer Tanzeinlage von einem der Kampfrichter und vielen singenden und tanzenden Mädels davor aber leider aber ohne einem Wettkampf. Aufgrund des dichten Nebels wurde auch das Rennen am nächsten Tag abgesagt. Sehr schade, aber da ich einen Freiluftsport betreibe und man sich das Wetter nicht aussuchen kann, galt es dies zu akzeptieren und nach vorne zu schauen. 
Weiter ging es nach Finnland…

Ruka (Finnland)

In Ruka findet wie jedes Jahr das Weltcup Opening statt. Eine der schwierigsten Pisten der ganzen Weltcup Tour. Da noch etwas Zeit war vor der offiziellen Anreise haben wir diese Gelegenheit genützt um zuvor auf der Wettkampfpiste zu trainieren. Kurz vor dem Wettkampf wird diese dann immer neu gebaut und nur für Teilnehmer am Weltcup geöffnet. Die ständige Dunkelheit in Ruka macht einem ganz schön zu schaffen… Dieses Jahr hatten wir das Glück gleich 2 Mal den Anblick der Sonne zu genießen, wenn auch kaum klar war ob dies der Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang war, freuten wir uns wie kleine Kinder. Vor der offiziellen Wettkampfzeit haben wir uns noch entschlossen eine nah gelegene Rentierfarm zu besuchen. Wir waren hautnah dabei und haben geholfen die vielen Rentiere mit ihrem Frühstück zu versorgen, wir haben Rentiere besucht, die für Schlittenfahrten trainiert werden und all diese die noch auf der Farm großwerden. Ich durfte mir sogar eines aussuchen und hab es Marcel genannt, ich freu mich schon darauf es nächstes Jahr wieder zu besuchen. 
Mit dem ersten Wettkampf in Ruka war ich eigentlich ganz zufrieden, obwohl es mir schwerer viel als gedacht meinen oberen Sprung (360° Drehung mit überkreuzten Ski) in eine ganze Fahrt zu integrieren. Es war die erste Wettkampffahrt mit meinem 360° Cross und einem Rückwärtssalto Cross, dafür war ich mit dem Ergebnis eigentlich zufrieden obwohl noch viel Luft nach oben war. Die nächste Chance lies ja nicht lange auf sich warten…

Thaiwoo (China)

Eigentlich mein liebster Stop der ganzen Weltcup Tour. Dort habe ich in den letzten Jahren bisher meine besten Ergebnisse eingefahren und mich für die Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang qualifiziert. Das erste Highlight war die Ankunft auf dem neuen Flughafen „Peking Daxing“, der vor wenigen Monaten erst eröffnet wurde. Thaiwoo, ein Ort, 3,5 Autostunden von der Hauptstadt Peking entfernt, ist in einer Region wo seit Jahren alles für die Olympischen Winterspiele 2022 neu gebaut wird und aus dem Boden hochgezogen wird. Hotels, Lifte – nein ganze Skigebiete wohl eher-, Straßen, eine High Speed Zuglinie, Bahnhöfe, etc. Jedes Jahr bin ich wieder erstaunt was sich alles verändert hat und wie schnell alles gebaut wird. 
Die Wettkämpfe in China liefen leider gar nicht nach Wunsch, nach einigen Stürzen im Training hat es so ziemlich an jeder Stelle meines Körpers gezwickt.. Aufgeben wollte ich aber nicht und somit habe ich mich immer wieder aufgerafft und mein Bestes gegeben. Im Single Wettkampf kam ich dann bei der Landung vom Rückwärtssalto kurz vor dem Ziel zu Sturz, sehr ärgerlich aber passiert leider. Am nächsten Tag im Duals habe ich gegen die beste Russin und später 10. Platzierte meinen Vorlauf verloren. Somit waren die Wettkämpfe in China für mich vorzeitig beendet. Ich war etwas enttäuscht, das kann man wohl sagen. Aber für mich war klar, dass die Saison erst angefangen hat und noch viele weitere Rennen auf mich warten. 

One Response

  1. Trevor Spearman sagt:

    Hi Melanie.
    It is interesting what you say about Thaiwoo and how fast the infrastructure is being built in preparation for the 2022 Olympics. This is no surprise as things seem to get built 3 times quicker in China than most other countries in the world. This has been great for Australia and especially Western Australia as most of our Iron Ore is sent to China to produce steel. The Chinese are very efficient when it comes to building things.
    It was so nice for you and Gina to spend some time at the deer farm in Ruka before competition started. Did you name your Reindeer Marcel after Marcel Hirscher ? I am sure that Marcel Hirscher is very honoured to know that there is a Reindeer in far north Finland named after him 😉 Maybe Marcel will get picked for Santas sleigh team next Christmas as he must be very fast !
    Just one little thing i have noticed and that is that the last three sentences on your article about Idre Fjall have been repeated.

    Take care and best regards. Trevor x

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